My little Bukhara

My little Bukhara
Foto: Nadira Khalikova
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Regionales Modedesign
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Geduld und Demut: Das sind die beiden Tugenden, die eine usbekische Ehefrau zu erfüllen hat. Die Zufriedenheit des Ehemannes, der Schwiegereltern und der Kinder stehen an vorderster Stelle, danach kommt erst die Frau selbst. Ein ewiger Teufelskreis den Nadira Khalikova, Gründerin des Labels My little Bukhara durchbrechen will.

Die Designerin ist selbst Usbekin und kam vor sechs Jahren fürs Studium nach Deutschland. In ihrem Onlineshop mit Sitz in Stuttgart verkauft sie nun Mode, die in Usbekistan unter fairen Bedingungen gefertigt wird.

„Ich möchte usbekischen Frauen, die von Unterdrückung und häuslicher Gewalt betroffen sind, helfen“, sagt Khalikova. „Mit fairer Bezahlung ermögliche ich den Frauen, unabhängig und selbstbestimmt zu leben.“ 

Die meisten  Kleidungsstücke bestehen aus Adras, einem nachhaltig gewonnenen, traditionellen Stoff aus Usbekistan, der angenehm leicht ist. Er wird handgewebt und mit pflanzlichen Farbstoffen gefärbt. Andere Stücke bestehen aus reiner Seide. Im Onlineshop sind inzwischen zahlreiche bunte Zweiteiler, Blusen, Jacken oder Overalls zu finden, die mit schlichtem Schnitt und verspieltem Muster daherkommen.

Doch nicht nur das: Neben sommerlichen Kleidungsstücken, die in Deutschland jeder kennt, wird auch traditionelle Mode aus Usbekistan angeboten. Etwa der sogenannte Doppi, eine kreisrunde Kopfbedeckung für Frauen und Männer.

 

Mehr über den Online-Shop und das Projekt von Nadira Khalikova kann man in der Mai-Ausgabe von LIFT lesen.

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