„Es ist eine Kunst, die schön anzusehen, aber auch revolutionär ist.“ Mit diesen Worten beschreibt Fanny di Favola Burlesque. Sie ist eine der VeranstalterInnen des Stuttgart Burlesque Festivals, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert. Anfang Oktober wird das Friedrichsbau Varieté für drei Abende in Glamour und Sinnlichkeit getaucht.
Nachdem Fanny di Favola und die anderen VeranstalterInnen Raunchy Rita und Elmar Jäger mit Formaten wie dem „Raspberry Club“ oder „Corso Cabaret“ die Szene bereits in kleineren Clubs belebt hatten, war der nächste Schritt klar: „Wir wollten ein Festival in Stuttgart an den Start bringen, um Burlesque vom Underground in einen größeren Kontext zu bringen“, erzählt Elmar Jäger. 2016 wandten sie sich an das Friedrichsbau Varieté, dessen Intendant Timo Steinhauer das Potenzial des Festivals erkannte.
Die erste Ausgabe wurde ein voller Erfolg: Das erste Stuttgarter Burlesque Festival lockte nicht nur das Stammpublikum der kleineren Shows, sondern zog zudem ein breites Publikum an. „Es gab eine große Neugierde“, erzählt Raunchy Rita. Das Publikum war eine bunte Mischung aus Jung und Alt, die teilweise selbst im passenden Stil gekleidet kamen und so für eine besondere Atmosphäre sorgten. Das zentrale Ziel sei laut den VeranstalterInnen bis heute dasselbe geblieben: eine Show mit einer grundlegend positiven Botschaft zu präsentieren. Selbstbestimmung, Body Positivity und die Befreiung von normativen Rollenbildern stehen im Fokus. "

