Die schönsten Wildparks in der Region Stuttgart

Wo Bären auf Rehe und Schweinchen treffen

Es ist ein schöner Herbsttag und die Familie zieht es nach draußen? Frische Luft kann auch im November nicht schaden, darum haben wir die Ländle-Landkarte gründlich studiert und tolle Wildparks für den Sonntagsausflug ausfindig gemacht.

Foto: Wildpark Pforzheim

Pforzheim: App-tastisches Tiervergnügen

Mit dem Auto etwa eine Dreiviertelstunde entfernt von Stuttgart liegt der Wildpark Pforzheim. Dank 70 verschiedener Tierarten, die auf dem Gelände heimisch sind, gibt es hier einiges zu bestaunen. Zu den Bewohnern des Parks gehören Waschbären, Mufflons, Rehe,  Wildschweine und andere Vierbeiner. Kinder können sich neben den Tieren über einen großen Spielplatz, einen Kinderbauernhof, einen Streichelzoo und Schaufütterungen freuen. Und als wäre das nicht schon genug gibt’s  noch ein Schmankerl obendrauf: Wer den Park ganz neu entdecken möchte, lädt sich vorher die App Actionbound herunter. Mit ihr können AbenteurerInnen auf eine virtuelle Schnitzeljagd gehen, die mit kreativen Aufgaben durch den Park lotst.

Der Zugang zum Park ist übrigens kostenlos, lediglich Parkgebühren fallen an. Unter der Woche schluckt der Automat dafür überschaubare drei Euro für drei Stunden, am Wochenende sind es fünf Euro.

Für alle Hungrigen öffnet ab 11 Uhr das Restaurant Wildparkstüble, das warme Gerichte, Snacks und Getränke im Angebot hat.

 

Wildpark Pforzheim [Tiefenbronner Str. 100, Pforzheim, www.pforzheim.de/freizeit/wildpark-pforzheim]

Foto: Harald Grunwald

Bad Mergentheim: Keine einsamen Wölfe

Plant man einen größeren Ausflug, lohnen sich die anderthalb Stunden Autofahrt zum Wildtierpark Bad Mergentheim. Dort erwarten BesucherInnen naturnahe Anlagen, die das Gefühl eines zaunlosen Geheges schaffen und den Tieren trotzdem genug Rückzugsorte bieten.

Auf 35 Hektar Fläche beherbergt der Wildpark neben allerlei unterschiedlichen Tierarten auch das größte Wolfsrudel Europas. Gemeinsam mit den TierpflegerInnen können die Wölfe aus sicherer Entfernung bei der Fütterung beobachtet werden.     

Während es bei den Raubtieren besser ist, die Verköstigung den Profis zu überlassen, freuen sich viele andere Tiere über kleine Aufmerksamkeiten, die man an der Kasse oder an Automaten bekommt. Der getrocknete Mais kann guten Gewissens an Rehe, Ziegen und andere BewohnerInnen verteilt werden.

Wem nach so viel Fütterei selbst der Magen knurrt, muss sich keine Sorgen machen: Das Restaurant Jägerstube auf dem Gelände hat ganzjährig geöffnet und bietet warme Gerichte oder auch Eis und Kuchen an.

 

Wildtierpark Bad Mergentheim [Wildpark 1, Bad Mergentheim, www.wildtierpark.de]

Foto: Leandro Fregoni/Unsplash.com

Schwarzach: Für Kinder und Kleintiere

Kinder werden den Wildpark in Schwarzach lieben. Neben 50 verschiedenen Wild- und Haustierarten warten dort nämlich ein riesiger Spielplatz, eine Kindereisenbahn und ein Schaubauernhof auf die Kleinen. Ebenfalls interessant: Das am Wochenende von Imkern und Imkerinnen betreute Bienenkundemuseum, in dem Wissenswertes über die Honigbiene vermittelt wird, und die Mineralienausstellung mit über 550 verschiedenen Mineralien und Edelsteinen.

Im Park können darüber hinaus viele Tiere selbst gefüttert und gestreichelt werden – wichtig ist aber, nur das vom Park angebotene Futter zu verwenden und die Schilder mit Warnhinweisen zu beachten.

Den eigenen kleinen Hunger bekämpft man am besten mit Snacks aus dem Kiosk auf dem Gelände. Bei mehr Appetit empfiehlt es sich, wieder ins Auto zu steigen und wenige Minuten zum Restaurant Remise in Schwarzach zu fahren. Dort erwartet einen deutsch-französische Küche im Landhausstil mit vielen veganen und vegetarischen Varianten.

 

Wildpark Schwarzach [Wildparkstraße, Schwarzach, www.wildpark-schwarzach.de]

Foto: Alternativer Wolf- und Bärenpark Bad Rappenau

Bad Rappenau: Ein Herz für Bärenbrüder

Ein Wildpark, der aus dem Raster fällt: Im Alternativen Wolf- und Bärenpark Bad Rappenau finden ehemalige Zirkus- oder gerettete Zwingerbären ein neues Zuhause. Durch das große Gehege und den Umgang mit anderen Tieren sollen die Bären ein Stück Natürlichkeit zurückgewinnen.    

Wie der Name schon sagt, sind die acht Schwarz- und Braunbären nicht allein im Gehege. Sie teilen sich das 10 Hektar große Gelände mit sieben Wölfen und zwei Luchsen. Diese tierische Wohngemeinschaft soll ebenfalls dazu beitragen, dass die Tiere sich besser einleben und eventuelle Verhaltensstörungen ablegen.  

Der Park ist ein gemeinnütziges Tierschutzprojekt, erbaut von Freiwilligen. Gepflegt und in Schuss gehalten wird er unter anderem von ehrenamtlichen Unterstützern und Unterstützerinnen.      

Eine weitere Besonderheit: Im parkeigenen Restaurant namens Bärenblick ist die komplette Auswahl der Speisen vegetarisch und saisonal. Müll wird, soweit es geht, vermieden und somit auf die Umwelt achtgegeben.   

 

Alternativer Wolf- und Bärenpark [Rippoldsauer Strasse 36/1, Bad Rippoldsau-Schapbach, www.baer.de/projekte/alternativer-wolf-und-baerenpark-schwarzwald]

Dieser Artikel ist aus LIFT 11/21

<< Zurück zur Übersicht

...