Neues Kunstmuseum Tübingen

Ein neues Kunstmuseum für die Region

In Tübingen geht im März ein brandneues Kunstmuseum an den Start. Den Auftakt machen Udo Lindenberg’s ikonische „Panikcolor“-Malereien.

Foto: Tine Acke

Im März eröffnet das Neue Kunstmuseum Tübingen (NKT). Hinter dem Projekt steckt der Kunstverlag 28, der auf seinem Firmengelände den markanten Kubus mit einer Stahlkonstruktion sowie Aluminium- und Glasfassaden errichtet hat – vollständig aus eigenen Mitteln finanziert. Der Grund? Früher hatte Tübingen ein viel größeres Kulturangebot als heute. Und das wollte Bernhard Feil mit Betreiber Stephen Harmann ändern. Das Ziel: Ein Museum, das Kunst neu erlebbar macht.

Auf 1.200 Quadratmetern präsentiert das NKT eine breite Palette an Kunstwerken – von etablierten Namen bis hin zu regionalen Talenten. Die Vision: Das Museum als Treffpunkt für Kunstliebhabende zu etablieren. Dabei richtet sich das Konzept an alle Generationen, auch an Familien und Schulklassen.

Neben klassischen Ausstellungen bietet das Museum multimediale Formate, um die Lebenswelt der Künstler­Innen auf neue Weise erfahrbar zu machen. Auch die Förderung junger Talente steht im Fokus – regionale Kunstschaffende sollen hier eine Plattform erhalten. Neben Ausstellungen und Installationen finden in den Räumen des Museums Talks, Lesungen und Konzerte statt. 

Im Neuen Kunstmuseum Tübingen erwarten BesucherInnen im Jahr 2025 herausragende Ausstellungen und spannende Veranstaltungen, die Kunst, Humor und Kultur auf besondere Weise verbinden. Höhepunkt des Jahres ist die Ausstellung „Panik in Tübingen“ von Udo Lindenberg (8.3.-15.6.), die anlässlich des 30-jährigen Jubiläums seiner Malerei präsentiert wird. Der Rocker zeigt rund 200 seiner Werke, die in seiner unverwechselbaren „Panikcolor“-Technik entstanden sind – vom „Kosmos“-Motiv bis hin zu gesellschaftlich engagierten Bildern.

Im Sommer folgt die Jubiläumsausstellung von Peter Gaymann (27.6.-3.8.), die den 75. Geburtstag des beliebten Cartoon-Zeichners feiert. Gaymann ist bekannt für sein „Huhniversum“ und hat über 20.000 Zeichnungen geschaffen. In der multimedialen Ausstellung kann man sich auf humorvolle Einblicke in das Leben und Werk des Künstlers freuen.

Die weltweit bekannte Fotografin Anne Geddes präsentiert ihre große Retrospektive „Until Now“ (16.8.-21.9.). Geddes‘ ikonische Baby- und Kinderbilder sind berührend und poetisch und haben die Herzen von Millionen erobert. Die Ausstellung bietet einen tiefen Einblick in ihr Leben und Werk und stellt ihre engagierte Arbeit für den Schutz von Kindern in den Mittelpunkt.

Anlässlich seines 75. Geburtstags öffnet im Oktober das James Rizzi Atelier, zusammen mit einer Erlebnis-Ausstellung zu Leben und Werk des Pop Art Künstlers (5.10.-1.2.26). Die Ausstellung zeigt Rizzis 3D-Papierskulpturen, Editionen und bisher unveröffentlichte Entwürfe und würdigt seinen außergewöhnlichen Einfluss auf die Pop-Kultur.

Für einen weiteren Höhepunkt sorgt Gregor Gysi, der ab Juli mit seiner Talkshow „Gysis Begegnungen“ prominente Zeitzeugen aus Medien, Kultur, Sport und Politik zu tiefgründigen Gesprächen begrüßt. Die Veranstaltungsreihe verspricht, durch humorvolle und bewegende Gespräche neue Perspektiven auf bekannte Persönlichkeiten zu werfen. 

 

Neues Kunstmuseum Tübingen [ab 8.3., Schaffhausenstr. 123, Tübingen, Di-So 10-18 Uhr, die Udo Lindenberg-Ausstellung ist während der Ausstellungsdauer auch montags von 10-18 Uhr geöffnet, www.n-k-t.de]

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