Der in Hamburg ist weltbekannt, vom Port of Rotterdam hat man sicher auch schon mal gehört. Und den Hafen in Stuttgart? Den kennen nicht mal die Einheimischen. Vielen ist nicht bewusst, dass die Stadt einen Industriehafen hat, an dem täglich hundertmeterlange Schiffe ankommen, Container verladen werden und sich Waren auf den Weg in die ganze Welt machen. Wir haben uns deshalb das eher unbekannte Industrie-Juwel mal genauer angeschaut.
In seinem Büro im verglasten Verwaltungsgebäude in Stuttgart-Wangen hat Carsten Strähle das Treiben auf dem Neckar stets im Blick. Er ist Geschäftsführer der Hafen Stuttgart GmbH. „Viele haben bei dem Wort ‚Hafen‘ einen Seehafen vor Augen – mit Landungsbrücken, wie den Jungfernstieg in Hamburg. Allerdings ist der stillgelegt. Der intakte Hamburger Hafen ist auf der anderen Seite der Elbe und da geht normalerweise keiner hin.“ Warum auch? Einen Schönheitswettbewerb gewinnt ein Containerhafen sicher nicht. „Das ist nichts anderes als ein Industriegebiet“, sagt Strähle. Allerdings ein enorm wichtiges für die Region Stuttgart: „Wir leben ja nicht vom schöner Wohnen, sondern vom schöner Schaffen. Da gehört eben dazu, dass Rohstoffe und Vorprodukte geliefert werden müssen und, dass dann das, was man zusammengebaut hat, zum Kunden gebracht wird.“

