Grüne Oasen in und um Stuttgart

Natur pur

Niagara-Vibes in Heslach

Foto: Mike Pellinni/Unsplash

Zugegeben, mit den riesigen Wasserfällen zwischen den USA und Kanada können die Heslacher Wasserfälle in Größe und Eleganz nicht mithalten – trotzdem sind sie einen Ausflug wert, denn nach einem Regenguss kann auch diese kleine Oase ganz schön wild werden.

Als Stuttgarter ist man schnell am Ziel: Wer nicht mit dem Auto kommt, nimmt die Stadtbahn bis zum Erwin-Schoettle-Platz, folgt von dort aus dem Blaustrümpflerweg zur Heslacher Wand, hält sich nach dem stillgelegten Bahnhof der Gäubahn links und geht weiter in Richtung Rudolf-Sophien-Stift. Sobald der kurze Anstieg geschafft ist, findet man sich auch schon inmitten der Wasserfall-Schlucht wieder. Obwohl die B14 direkt nebenan verläuft, hat man hier komplett seine Ruhe und kann sich zudem am kühlen Nass erfrischen.

Über Stock und über Stein im Monbachtal

Foto: Locher Fotodesign & Manufaktur/Connections E & O GmbH

Mit dem Auto eine knappe Stunde gen Westen fahren oder mit S-Bahn, Regiobahn und Bus pendeln und schon ist man im kleinen Schwarzwälder Nest Bad Liebenzell bei Calw. Von dort aus geht’s auf einem etwa zwei Kilometer langen, ausgeschilderten Weg direkt ins idyllische Monbachtal – ein Kleinod durch und durch.

Abenteurer kommen hier auf ihre Kosten, gerade für Familien bietet das Tal tolle Naturerfahrungen – Action inklusive. Die Landschaft, durch die sich der Monbach schlängelt, ist weitestgehend naturbelassen. Nicht umsonst wird die Region als „Schwäbischer Urwald“ bezeichnet. Da fordert so mancher umgestürzte Baumstamm Ausflügler zu abenteuerlichen Moves heraus. Selbst im Hochsommer ein kühles und feuchtes Klima, das Erfrischung verspricht.

Ab ins kühle Nass im Rennbachtal

Foto: Sandra Ahn-Mode/Unsplash

Zwei knappe Autostunden von Stuttgart entfernt bietet die Gegend um Bad Wildbad viele kleine, versteckte Ausflugsziele, die sich ideal für eine erholsame Wanderung alleine oder im Kreise der Familie eignen.

Ein wahrer Insidertipp ist das Rennbachtal: Zwischen Eiberg und Sommerberg gelegen, lädt das Tal zu einer Wanderung mit dem kleinen Rennbachseele als Ziel ein. Dort angelangt, kann man auf Holzbänken picknicken und sich im eiskalten Wasser die Füße kühlen. Wem danach noch nach Wandern zumute ist, der steigt den Wanderweg im Tal entlang des rauschenden Rennbächles in die Höhe und genießt in den Verschnaufpausen die idyllische Aussicht.

Hoch hinaus in Wurmlingen

Foto: Thomas Hentrich

„Droben stehet die Kapelle, schauet still ins Tal hinab...“ Schon der Dichter Ludwig Uhland wusste um die schlichte Schönheit der Wurmlinger Kapelle bei Tübingen. Und nicht nur die Aussicht von der Grabkapelle, die sich bei gutem Wetter bis zur Burg Hohenzollern erstreckt, bietet einen Moment der Ruhe.

Auch der Wanderweg  dorthin, das „Wurmlinger Kapellenwegle“, und die Grünflächen am Fuß des Hügels bieten menschenleere Wald- und Wiesenstrecken zur Erholung und laden mit Grillstellen zum Verweilen ein. Die Tour startet man am besten vom Parkplatz im Wurmlinger Kapellenweg am Fuße des Kapellenbergs.

Ein Stück China im Kessel

Foto: William Krause/Unsplash

Wer nicht zu weit ausfliegen möchte, aber trotzdem eine kurze Verschnaufpause vom städtischen Treiben sucht, ist hier richtig: Auf der Halbhöhe am nördlichen Rand des Kessels und mit Aussicht auf Stuttgarts Innenstadt gelegen, findet sich der chinesische Quingyin-Garten [Mo-So 7-20 Uhr, Panoramasr. 33, S-Nord].

Die Aussichtsanlage, die Eigentum des Verschönerungsvereins Stuttgart ist, lädt trotz Stadtnähe zum Erholen ein. Über Holzwege kann man hier die hübsch angelegte Teichlandschaft erkunden und chinesische Architektur bewundern. Vom Hauptbahnhof aus lässt sich die Gartenanlage leicht mit der Buslinie 44 (Haltestelle Im Kaisemer) oder mit dem Auto erreichen.

Dschungel-Feeling à la Schwäbische Alb

Adrien Olichon/Unsplash

Unberührte Natur gibt es nicht mehr und alle Waldwege sind von Wanderern übervölkert? Nicht auf der Strecke vom Goldloch im Oberen Lenninger Tal bis hinauf auf die Albhochfläche.

Um dort hinzukommen, geht’s auf die A8  bis Kirchheim unter Teck über Owen bis nach Schlattstall. Vom Wanderparkplatz führt der Weg durch Mischwald am Goldloch vorbei. Wie aus dem Nichts sprudelt dort das Wasser durch den Fels, um dann als kleiner Bach durchs Lenninger Tal zu plätschern. Am Ende des Pfades, kurz bevor man die Albhochfläche betritt, bietet eine Bank Gelegenheit, ein kurzes Picknick abzuhalten, die Aussicht folgt danach auf dem Albplateau.

Wer nach diesem Aufstieg noch Puste hat, kann die Lange Steige entlangwandern und dem schwäbischen Urwald beim Wachsen zusehen.

Auf Schatzsuche in Seelbach

Foto: Stadt Schramberg

Geheimnisvolle Sagen ranken sich um die dem Schwarzwaldort Seel-  bach nahegelegene Burgruine Lützelhardt. Der perfekte Anlass für Abenteuerfans, sich dort auf eine Geocaching-Tour zu begeben. In der örtlichen Tourist-Info [Mo-Fr 9-12, Mo-Di+Do 14-16, Mi 14-18, Sa 9-11 Uhr, Markstr. 6, Seelbach, www.seelbach-online.de] können sich Gruppen kostenlos GPS-Geräte und Schatzpläne ausleihen und auf eine der drei Geo- caching-Touren begeben, die jeweils mit einer Geschichte Seelbachs und örtlichen Begebenheiten verwoben sind.

Wer ohne GPS auf Schatzsuche gehen möchte, für den gibt’s in der Tourist-Info eine Rätselgeschichte, die die Ausflugsgruppe am Ende zum Schatz der Helika, der Burgherinnen von Hohengeroldseck führt.

Dieser Artikel ist aus LIFT 07/20

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