Frischzelle 29: Hannah J. Kohler

Text: Stefanie Schweizer, Foto: Hannah J. Kohler

Vielfältige Fotografie

Persönlich vor der Linse: „Besonders an Hannah J. Kohlers Arbeitsweise ist, dass sie in ihren Werken oftmals selbst in Erscheinung tritt – dadurch schafft sie einen Zugang zu nur schwer darstellbaren Themen wie Selbst- und Fremdwahrnehmung, Erscheinungsformen von Weiblichkeit oder gesellschaftlichen Rollenbildern.“ So beschreibt Kuratorin Alina Grehl vom Kunstmuseum Stuttgart die Arbeiten der neuen Foto-Ausstellung in der Frischzelle 29.

„Die Künstlerin schöpft dabei die große Bandbreite an Möglichkeiten aus, die die Fotografie heute bereithält“, sagt Grehl über Kohler, die zum ersten Mal eine museale Einzelausstellung bestreitet. Zu sehen gibt‘s Fotos, Videoarbeiten und Mixed-Media-Installationen.

Die Installation „Zum Ursprung“ etwa, entwickelte die Fotokünstlerin, die in Stuttgart studierte, eigens für die Ausstellung. „In der Arbeit verkörpert die Künstlerin die Figur der Urmutter Gaia aus der griechischen Mythologie, mit der sie Grundfragen von Weiblichkeit und Mütterlichkeit verhandelt“, so Grehl.

 

Frischzelle 29: Hannah J. Kohler [29.10.-17.9.23, Kunstmuseum Stuttgart, Kleiner Schlossplatz 1, Di-So 10-18, Fr 10-21 Uhr, www.kunstmuseum-stuttgart.de]

 

Dieser Artikel ist aus LIFT 11/22

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