„Wer ist wir?“ fragt die Oper – Stuttgarts Musiker antworten

Denk ich an Deutschland in der Nacht

Fotos: Robbie Lawrence (li.), Denise Martin (re. o.), Anette Cardinale (Mi. u.), Yannik Michael (re.u.)

Mit einem Konzertabend nach den berühmten Zeilen aus Heinrich Heines „Nachtgedanken“, eröffnet die Staatsoper am 1. Oktober die Saison 20/21 unter der Leitfrage „Wer ist wir?“.

Die letztjährige Anfrage der AfD zur Staatsangehörigkeit der bei den Staatstheatern beschäftigten KünstlerInnen ist am Haus nicht spurlos vorbeigegangen. Man geht auf Konfrontationskurs und zeigt nach zahlreichen reaktiven Aktionen nun auch programmatisch, was man davon hält: nichts.

Schon bei der Auftaktveranstaltung „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ treffen Werke von Mahler und Beethoven im Clash auf Musik von und mit Schorsch Kamerun und Max Herre, der jungen Generation Deutschland: international, urban und gar nicht so wehmütig an deutsche Eichen denkend wie Heine 1844 oder die AfD 2020.

LIFT spricht mit Max Herre und weiteren Musikmachenden aus Stuttgart und der Region über Heimat und postmigrantische Gesellschaft, über Zusammengehörigkeit und Ausgrenzung.

Denk ich an Deutschland in der Nacht [1.10. 19:30 Uhr, Oper, Oberer Schlossgarten 6, S-Mitte, www.staatsoper-stuttgart.de]

Gesprächsreihe: Wer ist wir? [1.12., Infos werden noch bekanntgegeben]

Dieser Artikel ist aus LIFT 10/20

<< Zurück zur Übersicht

...