Die Frau, die die Fäden zieht

Ein Stück Stuttgarter Theatergeschichte: das Theater am Faden

Seit über 50 Jahren bringt Helga Brehme mit dem Theater am Faden internationales Puppenspiel nach Stuttgart. Die Gründerin hat uns von der Geschichte und Entwicklung ihrer Bühne erzählt.

Foto: Ronny Schönebaum

Ein verwinkeltes Häuschen in einer Gasse in Stuttgart-Heslach. Man könnte beim Vorbeigehen glatt übersehen, was für ein besonderer Ort sich hier verbirgt: das Theater am Faden. 1972 gründete Helga Brehme (Bild) die Marionettenbühne. „Damals gab es noch nicht so viele Theater in Stuttgart“, erzählt die heute 86-Jährige.

Das Haus ist bis zur Decke mit faszinierenden Figuren geschmückt. „Mein Mann hat es damals zusammen mit Helfern vom Wohnhaus zum Theater umgebaut.“ Der heutige Theatersaal mit hoher Empore und bunt zusammengewürfelten Stühlen war früher eine Garage mit Zwischendecke. Ein knapp 1,60 Meter hoher, runder „Geheimgang“ führt in ein magisches Hinterzimmer. Hier dürfen sich die ZuschauerInnen vor den Vorstellungen verkleiden. „Die Idee kam uns bei einer Aufführung von Wertep, einem altrussischen Weihnachtsspiel“, erzählt Brehme. „Wir hatten mit den Kindern eine Laternenführung gemacht und uns dafür verkleidet. Also beschlossen wir, das öfter zu machen.“ Heute ist es Tradition und die Kleinen wie die Großen dürfen sich hier in Schale werfen. Dabei geht es international zu: Vor allem traditionelle indische und indonesische Kleidung und Accessoires findet man hier. Diese Weltverbundenheit spiegelt sich auch auf dem Spielplan wider: „Jolanta“ auf Russisch, ein ostsibirisches Märchen und indische Musik.

Mehr Storys, Tipps und News aus Stuttgart in der Ausgabe LIFT 01/26

Den ganzen Artikel gibt’s in der Ausgabe LIFT 01/26
LIFT im Januar 2026

Einzelausgabe E-Paper

Sofort als PDF lesen

  • Kosten pro Stück: 2,80 €

Einzelausgabe Print

Dein LIFT im Briefkasten

  • Kosten pro Stück: 4,90 € zzgl. Versand

LIFT-Abo

Ein ganzes Jahr Print & E-Paper für nur 49,00 €

Jetzt bestellen

...