Am Schloss Monrepos spielt sich nicht nur Klassik, sondern auch Techno ab

Dukeland Festival: Techno-Club, aber Open Air

Destination: Dukeland

Die Domäne Schloss Monrepos ist – sagen wir’s vorsichtig – nicht gerade als Hotspot für  junges Partypublikum bekannt. Das neue Dukeland Festival soll das diesen Sommer ändern. Statt Sonaten und Sinfonien werden am 11. Juni Techno- und Deep-House-Beats auf dem großen Areal geballert. RaverInnen können sich auf Sven Väth, Stephan Bodzin, Daley Padley aka Hot since 82 (o.li.), Techno-Queen Monika Kruse (re.), Jan Blomqvist (o.re.), Dominik Eulberg sowie die Veranstalter selbst, Saschko aka Sascha Mijailovic und Marius Lehnert, an den Decks freuen.

Hinter dem Dukeland stecken keine Unbekannten: Der Kowalski Club und das Discotronic Kollektiv, das auch fürs Ludwigsburger Elektro-Festival Electrique Baroque verantwortlich ist, machen hier gemeinsame Sache. Das zeigt sich auch beim Line-up: „Viele der KünstlerInnen aus dem Dukeland-Line-up haben schon im Kowalski und/oder auf der Discotronic Night gespielt“, erklärt Discotronic-Boss Marius Lehnert. „Mittags beginnt es fluffig mit Jan Blomqvist und Dominik Eulberg, deren Sound wie gemacht ist für diese natürliche Kulisse. Danach geht’s langsam in Richtung Techhouse, um gegen später mit Monika Kruse ins Technoidere überzugehen. Und für den Sonnenuntergang gibt’s keinen Besseren als Stephan Bodzin, der übrigens wie unser Headliner Sven Väth nach langer Zeit wieder ein neues Album herausgebracht hat.“

In Stuttgart selbst fanden die Macher keine geeignete Location: „Es ist schwer was zu bekommen, weil die meisten schon vergeben sind“, erklärt Sascha  Mijailovic, einer der beiden Kowalski-Clubbetreiber. Doch dann fiel der Groschen: „Ich komme selbst aus Ludwigsburg. Als mir dann die Domäne Monrepos einfiel, dachten wir alle: ‚Wow, das wär's doch!’“ Das grüne Gelände bietet nicht nur genug Freiraum für Chillout-Areas, einen Markt und einen Food-Court, sondern inspirierte die Macher auch zu einem grünen Konzept: „Unser Motto lautet „Into the Green“. Mit dem Festival möchten wir den jungen Menschen den Bezug zur Natur zurückgeben, den sie in den letzten Jahren, in denen sie oft in ihren eigenen vier Wänden eingesperrt waren, verloren haben“, sagt Lehnert.

Und nicht nur das: Man ist bemüht, das ganze Grün auch zu erhalten. „Nachhaltigkeit ist uns beim Festival wichtig. So gibt’s zum Beispiel Becher aus Maisstärke, ein Zahlungssystem mit Stoff- statt Plastikbändchen und eine Kooperation mit dem Clean-up Network Stuttgart, das vor Ort sein wird, um die BesucherInnen für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.“

Das erwähnte Zahlungssystem funktioniert mit einem integrierten Chip, der online und an mehreren Stationen auf dem Gelände aufgeladen werden kann. Den Rest kann man sich am Ende des Festivals wieder zurückbuchen. Heißt: Keine Angst mehr, nach dem dritten oder vierten Cocktail das Bargeld irgendwo zu verlieren.

Petra Xayaphoum

Dukeland [11.6. 12 Uhr, Domäne Schloss Monrepos, Ludwigsburg, www.dukeland-festival.com]

Dieser Artikel ist aus LIFT 06/22

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