Zier und Zeichen: Was Männer schmückt
Mehr als Bling: Was Schmuck über Männer erzählt

Kette, Uhr, Perlen oder Tattoos: Männer haben sich schon immer geschmückt. Aber was sagt ein Ring über seinen Träger aus? Warum durfte es für Könige nicht genug Gold sein, während Männerschmuck zu anderen Zeiten möglichst dezent ausfallen sollte? Und was haben Schmuck und Inszenierung mit Männlichkeit zu tun?
Ab 17. Oktober geht die Sonderausstellung „Zier & Zeichen: Was Männer schmückt“ im Landesmuseum Württemberg diesen Fragen nach und zeigt: Schmuck ist nie einfach nur Schmuck. Zwischen historischen Kostbarkeiten, Alltagsobjekten und zeitgenössischen Perspektiven geht es um Codes, Rollenbilder und die Lust an der Selbstdarstellung – und um die Erkenntnis, dass Männer schon ziemlich lange darüber nachdenken, was sie tragen und was sie damit erzählen wollen.
Los geht’s schon am 16.10. mit „Sneak & Sound“: Bei der Pre-Opening-Party kann die Ausstellung bei DJ-Sets und Drinks vorab entdeckt werden: Ab 19.30 Uhr sorgen Amorle & Astrid von „15 Minuten Ruhm“ für Bass und Bounce, ab 21.30 Uhr übernimmt TiZiAN mit House und basslastigen Sounds. Das Beste: Der Eintritt ist frei! Das ganze Veranstaltungsprogramm findet ihr hier: https://www.landesmuseum-stuttgart.de/ausstellungen/zier-zeichen

Fotos: Léo Caillard, Büste „Hercules Hipster“, Marmor, Gips, Paris, 2023. Der französische Künstler verbindet mit seiner Marmorbüste ein klassisch antikes mit einem zeitgenössischen Männerbild. Er spielt mit Motiven von damals und heute. (c) Winter Studio by Leo Caillard (li.), Goldener Hals- und Armreif, 6. Jahrhundert v. Chr., Beigaben eines frühkeltischen Grabes im württembergischen Dusslingen. Sie zeigen den hohen Rang des Bestatteten an. (c) Landesmuseum Württemberg, H. Zwietasch (o. Mi.), Tuareg-Ring, Silber, Mauretanien, 20. Jahrhundert, Linden-Museum Stuttgart. In der islamisch geprägten Welt sind Ringe bei Männern seit Jahrhunderten verbreitet und werden häufig am kleinen Finger getragen. (c) Landesmuseum Württemberg, J. Leliveldt, M. Damian (u. Mi.), Krone der Könige von Württemberg 1797: Die Krone ist das Herrschaftssymbol schlechthin. (c) Landesmuseum Württemberg, P. Frankenstein / H. Zwietasch (re.)