Die besten Weihnachtsmärkte

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WEIHnACHTSMäRKTE DER SUPERLATIVE: WIR HABEn DEn GRÖSSTEn

„Süßer die Glöckchen nie klingen“, heißt es, denn zur schönsten Zeit des Jahres wird an Superlativen nicht gespart. Hier sind Weihnachtsmärkte aus Stuttgart und der Region, die wirklich Maßstäbe setzen.

SCHORNDORFER WEIHNACHTSMARKT: DER MIT DER GRÖSSTEN NIKOLAUSMÜTZE

5x3,5 Meter misst die Weihnachtsmütze auf dem Rathausdach in Schorndorf. Santa Claus is coming to Town? Wie soll er nur seine Geschenke unter den Baum legen, wenn die Mütze den Weg durch den Kamin blockiert? Dafür erstrahlt sie zauberhaft über den Fachwerkhäusern des historischen Marktplatzes. Neben Punsch und Keksen aus der Weihnachtsbäckerei findet der Weihnachtsmann in Schorndorf außerdem Feinkost aus Süditalien oder der französischen Partnerstadt Tulle. Die doppelte Portion Weihnachtsvorfreude gibt es am ersten Adventswochenende: Auf dem parallel stattfindenden Vereinsweihnachtsmarkt vor dem Burgschloss ist alles selbstgemacht. Vielleicht packt Santa von dort ja doch das ein oder andere Geschenk in seinen Sack, bringen muss er sie dann eben durch die Eingangstüre.

[Weihnachtsmarkt bis 19.12., tägl. 11-20 Uhr, Marktplatz, Schorndorf; Vereinsweihnachtsmarkt 2.12. 11-18 Uhr, Burgschloss, Schorndorf]

 

TÜBINGER WEIHNACHTSMARKT: DER SCHOKOLADIGSTE

80 Tonnen Schokolade wandern bei der Tübinger Chocolart über den Budentisch. Damit ist sie die zarteste Versuchung aller Märkte, seit es Schokolade gibt. Das größte Schokoladenfestival Deutschlands läutet mit zuckersüßem Rahmenprogramm wie Pralinenkursen, Schokovorträgen oder Kakaomalerei die Weihnachtszeit ein. Dabei werden die Kakaobauern fernab des nordpols mit fairem Handel entlohnt. Bei der Menge an verkaufter Scho- Foto: Roman Kraft/Unsplash kolade ist das eine gewichtige gute Tat. Schleckermäuler kommen also ohne schlechtes Gewissen voll auf ihre Kosten, Weihnachtsmann- Ehrenwort. Am dritten Adventswochenende lädt dann der Weihnachtsmarkt zum Schlendern und Entdecken der vielen schönen selbstgemachten Dinge in der Altstadt ein.

[Weihnachtsmarkt 14.-16.12., Fr-Sa 10-21, So 11-19 Uhr, Altstadt, Tübingen; Chocolart 4.-9.12., Di 13-20, Mi-Fr 10-20, Sa 10-23, So 11-19 Uhr, Altstadt, Tübingen]

 

ESSLINGER MITTELALTER- UND WEIHNACHTSMARKT: DER HÖCHSTE

11 Meter hoch ist die Weihnachtspyramide in der charmanten Esslinger Altstadt. Damit erstrahlt sie schon von weitem und dient als sichtbarer Anziehungspunkt für Scharen von Besuchern. Ein Mittelalterlicher Leuchtturm sozusagen, denn Weihnachtspyramiden gehen auf alte Traditionen zurück und sind geschnitzte und gedrechselte Symbole für das Fest. Der Duft von Waffeln und gebrannten Mandeln verwandelt die Fachwerkhäuser in eine zauberhafte Weihnachtskulisse. Doch aufgepasst: Hexen, Gaukler oder Bettler ziehen durch die Straßen des gleichzeitig mittelalterlichsten aller Weihnachtsmärkte. Feuerschlucker, Tänzer, Märchenerzähler, alte Handwerkskunst oder Würzwein und dazu Gesottenes oder Gebratenes – der Mittelaltermarkt verzaubert alle Sinne.

[bis 20.12., Mo-Mi+So 11-20:30, Do-Sa 11-21:30 Uhr, am 21.12. 11-20 Uhr, Altstadt, Esslingen]

 

GÖPPINGER WALDWEIHNACHT: DER DICHTESTE

600 Tannenbäume warten in Göppingen darauf, mit einer Tasse Glühwein oder Punsch mit Schuss in der Hand freudig umtanzt zu werden. Da bekommt die Liedzeile „Rockin’ around the Christmas Tree” eine schweißtreibende Bedeutung – denn Hallelujah, sind das viele Bäume zum Umtanzen. Danach kann man sich in romantischen Holzhütten mit allerlei Leckereien wie heißen Maroni oder Schupfnudeln erholen und zur Stärkung den Magen vollschlagen. Funkelnde Augen bekommen die Göppinger nicht erst am Heiligen Abend, sondern schon ein paar Stunden früher am „Heiligen Morgen“: Dann feiert man hier das große Wiedersehensfest. Die Kneipen öffnen von 9:30 bis 14 Uhr, damit man mit fast aus den Augen verlorenen Bekannten auf das Fest anstoßen kann. Das gilt natürlich nicht nur für Göppinger und verschafft auch Besuchern oder „neigschmeckten“ ein besonderes frühmorgendliches Weihnachtserlebnis.

[bis 28.12., tägl. 11-20 Uhr, Innenstadt, Göppingen]

 

STUTTGARTER WEIHNACHTSMARKT: DER GRÖSSTE

300 Stände machen den Stuttgarter Weihnachtsmarkt zum Größten der Region – ja zu einem der größten in ganz Deutschland. Wenn Zimt in der Luft liegt, wenn die Eisenbahn vor den Königsbaupassagen ihre Runden dreht, wenn die Schlittschuhfahrer versuchen, nicht auszurutschen, wenn der Weihnachtsbaum auf dem Schlossplatz erstrahlt oder das Rathaus mehr funkelt denn je: Dann verwandelt sich Stuttgart in ein kitschiges, glitzerndes Winterwonderland. Egal ob nikolaus Rauschebart, Rentiere oder Engelshaar, man kann sich gar nicht entscheiden, welcher nun der schönste Stand ist. Besinnlich geht es dank zarter Klänge im ohr bei abendlichen Konzerten im Innenhof des Alten Schlosses zu.

[bis 23.12., tägl. 10-21 Uhr, am 15.12. 10-22:30 Uhr, Marktplatz + Schillerplatz,  in S-Mitte]

 

LUDWIGSBURGER BAROCK- WEIHNACHTSMARKT: DER ADELIGSTE

18. Jahrhundert – da liegt die Geburtsstunde der barocken Ludwigsburger Altstadt. Sie bietet die Kulisse für den prunkvollsten aller Weihnachtsmärkte in der Region: Es geht regelrecht majestätisch zu, wenn der württembergische König Friedrich I. höchstpersönlich jeden Samstag um 13 Uhr über den Marktplatz schreitet und sein Volk zur weihnachtlichen Audienz bittet. Zu seinen Ehren schlagen die Engel ihre funkelnden Flügel auf und die Untertanen können staunen, wie die glitzernden Häuserfassaden die ganze Ludwigsburger Pracht widerspiegeln. Wird es dunkel, taucht die Kulisse in ein warmes Licht und der pompöse Weihnachtsmarkt verwandelt sich spätestens jetzt in ein echtes Wintermärchen. Weitere Schmankerl sind allerlei schwäbische Köstlichkeiten, Wollwaren gegen die Kälte von der Schwäbischen Alb oder Geschenkideen aus Down Under.

[bis 23.12., tägl. 11-21 Uhr, Marktplatz, Ludwigsburg]

 

NÜRTINGER WEIHNACHTSWÄLDCHEN: DER NATÜRLICHSTE

10 Tannenbaumarten haben Rudolph und seine Crew auf den Schlitten gepackt und aus dem Biosphärenreservat Schwäbische Alb nach Nürtingen geliefert. O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie regional sind deine Blätter! Geschmückt haben das Wäldchen die Nürtinger Weihnachtselfen unter dem Motto „Zapfen und Früchte aus Wald und Flur“. Regionaler und naturnaher geht’s nicht. Auch die Krippe ist lebendig und die flauschigen Zwergschafe bringen nicht nur Kinderaugen zum Leuchten. Auch der Weihnachtsmann trägt seinen Teil bei: Eine seiner vielen Überraschungen wird täglich um 17:30 Uhr enthüllt, wenn sich ein Türchen des Adventskalenders auf dem Marktplatz öffnet.

[bis 16.12., tägl. 11-20 Uhr, Altstadt, Nürtingen]

 

WAIBLINGER WEIHNACHTSMARKT: DER UNTERHALTSAMSTE

20 Tage kunterbuntes, unterhaltsames Programm bietet der Weihnachtsmarkt in Waiblingen. Konkret heißt das: Adventskalenderausstellung, Pferdekutschfahrten, eine „Flying Weinprobe“ mit der Remstalkellerei, Kasperletheater, Feuershows, Open-Air-Kino, Weihnachtsjazzkonzerte und noch mehr – bei so viel Auswahl bekommt sogar der Weihnachtsmann Schnappatmung. Außerdem sorgt das reichhaltige Angebot an Deftigem, Süßem und Flüssigem für das leibliche Wohl. Handgemachte Geschenkideen finden sich im Schlosskeller und erfreuen Freunde und Familie unterm Weihnachtsbaum. Die festlich dekorierten Fachwerkhäuser und Stände des Weihnachtsmarktes sagen uns schließlich ganz klar: It’s Christmas Time!

[bis 20.12., Mo-Di, Do+So 12-20:30, Mi 10-20:30, Fr 12-22, Sa 10-22 Uhr, Marktplatz, Waiblingen]

 

BIETIGHEIMER STERNLESMARKT: DER LÄNGSTE

1 Meile lang reihen sich die Buden am 15. Dezember aneinander und ergeben die Adventsmeile. Damit ist der Bietigheimer Sternlesmarkt an diesem Tag sogar der längste Weihnachtsmarkt weit und breit. Dann öffnen die Hütten mit ihren kulinarischen Hochgenüssen ihre Pforten. Die Sterne über Bietigheim zeigen den Besuchern den Weg und führen sie in die illuminierte, funkelnde und prächtige Altstadt, durch deren enge Gassen sich der Sternlesmarkt schlängelt. Er gilt als einer der gemütlichsten Märkte der Region. Der Nikolaus höchstpersönlich lässt sich dieses weihnachtliche Spektakel nicht entgehen und verteilt mit seinen Elfen Geschenke für Klein und Groß.

[Do-So jeweils am Adventswochenende bis 23.12. 11:30-21 Uhr; am 15.12. Adventsmeile 9-20 Uhr, Marktplatz, Bietigheim- Bissingen]

 

REUTLINGER WEIHNACHTSMARKT: DER MÄRCHENHAFTESTE

30 Kinder passen in eine Jurte. Im mongolischen Zelt der Reutlinger Pfadfinder können Jung und Alt bis zum 20. Dezember täglich um 10:30 und 16 Uhr Geschichten lauschen. Weil Märchen aus der großen weiten Welt hungrig machen, wird dort auch auf offenem Feuer Stockbrot gebacken. Da könnte man im Märchenzelt fast die kulinarischen Genüsse ringsherum vergessen. Aber nur fast, schließlich zieht der Geruch von Grillwürsten, Glühwein, heißer Schokolade und Lebkuchen bis in die kuscheligste Jurte. Mit vollem Magen und dem Kopf voller Märchen, kann man dann gestärkt Kunsthandwerk aus aller Welt bestaunen.

[bis 22.12. tägl. 10:30-20:30, So 11-20 Uhr, Platz rund um die Marienkirche, Reutlingen]

Alle Weihnachtsmärkte auf einen Blick

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