Wie geht's im Frühjahr weiter?

Fridays For Future Stuttgart

Text: SUV, Foto: Ben Engelhard

Im Dezember haben die Stuttgarter Fridays-for-Future (FFF) -Proteste ausgesetzt. Damit keiner denkt, das war’s, erklärt Mitorganisatorin Nisha Toussaint-Teachout was im Frühling ansteht.

 

LIFT Auf welcher Aktion wart ihr gerade?

Nisha Toussaint-Teachout Auf einer Aktion bei Siemens, weil der Konzern vor einer seltsamen Entscheidung steht. Er will mit Adani, einem indischen Kohleminenbetreiber für ein Steinkohleprojekt in Australien zusammenarbeiten. Dabei möchte Siemens bis 2030 klimaneutral sein. Das geht nicht zusammen.

LIFT Ansonsten habt ihr seit November nicht gestreikt. Warum?

Toussaint-Teachout Wir haben ein Jahr Vollgas gegeben, diese Pause war nötig. Nachhaltigkeit gilt auch für den Aktivismus. Es bringt nichts, wenn wir 2020 nicht für das Klima kämpfen können, weil wir uns 2019 ausgebrannt haben. Also haben wir im Dezember Kekse gebacken, uns zum Reden getroffen und Banner gemalt. Und strategisch geschaut, wie wir uns weiterhin aufstellen wollen.

LIFT Ist das eine Lehre aus dem vergangenen Jahr?

Toussaint-Teachout Ja, wir versuchen uns besser aufzuteilen. Das ist ein Ergebnis der Erkenntnis, dass dies kein Sprint, sondern ein Marathon ist. Dieser Protest ist leider nicht nach ein paar Monaten erledigt, wie wir anfangs dachten, er wird uns noch ein paar Jährchen beschäftigen.

LIFT Was steht im Frühling an?

Toussaint-Teachout Eben aufgrund dieser Überlegungen wollen wir versuchen mehr zu mobilisieren und weniger, aber größere Streiks planen. Anstatt jede Woche zu streiken, möchten wir einmal im Monat gebündelter auftreten und zusätzlich zu den Streiks mit kreativen Aktionen in der Stadt sichtbar sein. Außerdem steht dann der nächste globale Streik am 24. April an.

 

Fridays For Future Stuttgart [www.facebook.com/fridaysforfuturestuttgart, www.instagram.com/fridaysforfuturestuttgart

 

Diesen Artikel findest Du auch im LIFT 02/20

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