ALLE AN BORD, ABFAHRT!

DAS EVENTBOOT FRIDAS PIER IST BEREIT FÜR SPIEL, SPASS UND TOLLEREI

Was lange währt, wird endlich gut, gut Ding will Weile haben und Rom wurde eh nicht an einem Tag erbaut. Fridas Pier auch nicht. „Seit 2016 war klar: Wir machen das“, sagt Deniz Keser, der mit Tome Aulicky, Benjamin Kieninger und Moritz Hüttemann (von u.re. nach o.li.) im Mai das Event-Schiff mitsamt Uferanlage in Wangen in Betrieb nimmt.

Die ersten beiden könnten einigen Stuttgartern als Mitveranstalter des elektronischen Musikfestivals SEMF im Gedächtnis geblieben sein, in eine ähnliche musikalische Kerbe werden auch die Eigenveranstaltungen auf dem Kahn schlagen. „Auf keinen Fall soll das hier aber eine zweite SEMF werden“, betont Tome. Und vom Schlagwort „Techno-Schiff“ will man hier eh nichts hören.

Konzerte, ein buntes Kulturprogramm und Familien-Events sollen das abendliche Halli-galli ergänzen. „Zu einem Yoga-Kurs würde ich auch nicht nein sagen“, lacht der Veranstalter, der sich mit Moritz Hüttemann um die Events und Bookings kümmert. „Wir möchten hier eine Oase aufbauen, an der man das ganze Wochenende verbringen kann, ohne sich zu langweilen, vom Frühstück bis zum Gin Tonic.“

Auch was Fremdveranstaltungen angeht zeigt sich das Team offen: „Vom Kultur-Event über Firmen-Veranstaltungen bis hin zu Klein-Konzerten ist alles möglich.“

Vor allem den kleineren Fremd-Veranstaltern, die durch die hohen Kosten in der Stadt außen vor bleiben, möchte man eine Base bieten. Alles kann, nichts muss. Klingt nach Utopie.

Jedoch fängt man an, das Märchen von den Möglichmachern zu glauben, wenn man bedenkt, dass ihnen mehr als ein halber Kilometer abgezäuntes Ufer als Areal zur Verfügung steht. Dazu gehören nicht nur die Anlegestelle und ein paar dekorative Industriebauten sowie ein Kran, sondern auch eine Grünfläche, eine betonierte Zufahrt und Seefrachtcontainer. „Wir sind super dankbar, dass uns diese Fläche zur Verfügung steht und die Stadt und Ämter viel dafür getan haben, das zu ermöglichen“, wird Deniz nicht  müde zu betonen. 

„Ich hätte gerne einen Beach hier“, sagt Tome, zeigt auf die Betonfläche vor dem Schiff und irgendwie weiß man: Er bekommt ihn auch. Auch  Sound-Experte und Function-One-Visionär Tony Andrews haben sie bekommen. Er installiert die Anlage in Fridas Bootsinnerem höchstpersönlich. „Das ist eine Riesenehre für uns“, sagt Deniz Keser. „Da der Floor zum Teil unter dem Wasserspiegel liegt, ist das leider auch keine einfache Sache.“ Dem Geschäftsführer ist das futuristische Innendesign der Frida zu verdanken. „Alles was aus dem Schiff herauskam, haben wir weiterverarbeitet“, erklärt er und klopft auf die Bar, die zuvor als Trennwand zwischen den Lagerräumen gedient hat.

Bis zum Opening im Mai gibt es noch viel zu tun: Der genaue Termin steht noch gar nicht fest, wird aber zeitnah auf den sozialen Kanälen kommuniziert. „Fridas Pier soll aber im stetigen Wandel bleiben. Die Leute sollen immer wieder ein neues Erlebnis haben, wenn sie hierher kommen“, wünscht sich das Team.

Dass ihnen mit diesem Anspruch in den nächsten zehn Jahren sicher nicht langweilig wird, ist allen Machern bewusst. „Wir sind hier noch lange nicht fertig“, hört man Deniz sagen und keinen widersprechen. Ahoi Matrosen.           

 

FRIDAS PIER [Uferstr. 107, S-Wangen, www.fridas-pier.de, www.facebook.com/fridaspier]

Text: Petra Xayaphoum, Fotos: Ronny Schönebaum
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