UNIFORM GERMANY

Foto: Luan Oetker
Neu
Stuttgarter Modedesigner
Haute Cueture
Stuttgart-Mitte
Schmale Str. 9-11

Jugendliche in T-Shirts mit dem Aufdruck „DDR“ auf der Brust: Bilder, die in alten Fotoalben kleben könnten, zeigen die Kollektion des Tübinger Labels „Uniform Germany“. Der Designer Michael Zimmermann möchte so ein Stück deutsche Geschichte erzählen – genauer, die der DDR. Warum nur? LIFT-Autorin Leonie Machbert hat ihn gefragt. 

LIFT Was willst du mit deinem DDR-Chic ausdrücken?

ZIMMERMANN Meine erste Kollektion behandelt ein modisch bisher unerschlossenes Thema: die 70er-Jahre im geteilten Deutschland. Da Deutschland heute keinen eigenen Stil besitzt, möchte ich mit meiner Mode nicht das Heutige, sondern Geschichte, besonders die der Jugend, darstellen.

LIFT Wieso ausgerechnet die der Jugend in der DDR?

ZIMMERMANN Die DDR ist für mich ein sehr spannender Teil der deutschen Geschichte. Manchmal hat man den Eindruck, dass über den Sozialismus gerne geschwiegen wird. Das möchte ich verhindern. Und auch modisch war die Zeit sehr interessant. Alles war angepasst – deshalb auch der Titel „Uniform“.

LIFT Was machen diese mit uns?

ZIMMERMANN Uniformen rauben uns die oberflächliche Individualität und legen damit die Aufmerksamkeit auf das Innere.

LIFT Wie lässt sich das als Modemacher sonst noch erreichen?

ZIMMERMANN Marken sind heute oft abhängig von den modernen Ikonen, die sie tragen. Meiner Kleidung soll kein bekanntes, sondern das Gesicht einer ganzen Nation gegeben werden.

UNIFORM GERMANY [www.uniformgermany.de, erhältlich bei Haute Cueture, Schmale Str. 9-11, S-Mitte]

Haute Cueture
Schmale Str. 9-11
Stuttgart
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