Kraftpaule

Foto: Ronny Schönebaum
Neu
Kneipen
70190 Stuttgart-Ost
Neckarstr. 132
Öffnungszeiten ab Ausschankgenehmigung: Di-Do 16-23, Fr 16-1, Sa+So 10-1 Uhr
Stöckach

Alles neu, zumindest fast: Die neue Adresse der Kraftpaule-Crew um Chef Thorsten Schwämmle ist nur zwei Häuser von der alten im Stuttgarter Osten entfernt. In die Neckarstraße 132 hat es das Craft-Beer-Geschäft verschlagen, in  leerstehende Räume des Studierendenwerks.

Die Odyssee war eine lange, im Mai letzten Jahres wurde ihnen der Ausschank untersagt, ein Mieter des Hauses hatte sich am kneipenartigen Betrieb gestört, von da an gab’s nur noch Craft-Beer-Tastings. Als dann noch durch einen Eigentümerwechsel eine Mieterhöhung anstand war klar, dass eine neue Location her muss. Bis dahin tourten die Jungs im Sommer durch Stuttgarter Locations und schenkten tageweise ihr Craft-Beer aus. Keine Lösung auf Dauer.

Nun ist es endlich soweit, die Lokalität mit rund siebzig Sitzplätzen ist gefunden, die Backsteinwände gemauert, das Industrial-Mobiliar aufgestellt, die Kühlschränke gefüllt, die Zapfanlage angeschlossen. „Im Januar können wir richtig loslegen“, freut sich Schwämmle, klopft stolz auf die zwölf Hähne, aus denen dann neben dem hauseigenen Hellen wechselnde Craft-Biere sprudeln werden. Was noch dazwischen steht: die Ausschanklizenz, mal wieder. Soll nicht heißen, dass das Lokal nun brachliegt: „Bis Jahresende machen wir Christmas Specials mit winterlichen Tastings und veranstalten vom 19. bis zum 23. Dezember ein Christmas-Shopping-Event, bei dem man Craft-Biere, Geschenkkörbe und allerhand Zeug rund ums Craft Beer einkaufen kann“, erklärt der Kraftpaule-Macher.

Dort wird auch ihre neuste Kreation, ein Craft-Beer-Wein-Hybrid, präsentiert, das in Zusammenarbeit mit Jungwinzer Christoph Kern vom Kerner Weingut Wilhelm Kern entstanden ist. Der dürfte vielen von seiner jungen Kesselliebe-Weinlinie bekannt sein. „Die Kreation ist eine Mischung aus Hellem Bock und dem Kesselliebe-Riesling „Neckarkarpfen“ vom Cannstatter Zuckerle, mit Champagner-Hefe verfeinert und in Champagnerflaschen abgefüllt.“

Sobald die Zapfhähne sich für die Öffentlichkeit öffnen dürfen, was unmittelbar über die Kraftpaule-Homepage kommuniziert wird, kann es auch mit dem Rahmenprogramm losgehen: Jeden Dienstag ist Taco-Tag, sonntags werden auf einer Leinwand Football-Spiele übertragen, außerdem gibt es einen wöchentlich wechselnden  „Dish of the Week“, der gemeinsam mit der Stuttgarter Speiserei entwickelt und perfekt auf eines der Craft Beere abgestimmt wurde. „Bis wir im Frühling eine Open Kitchen bekommen und unsere Speisekarte um eine Menge warmer Gerichte erweitern können, werden zum Bier außerdem wie gewohnt Vesperplatten serviert“, lässt Schwämmle durchblicken.

Und auch wer kein Fan von Craft-Beer ist, wird in Zukunft bei Kraftpaule glücklich: „Ab jetzt gibt’s auf unserer Getränkekarte auch Drinks wie Gin oder Wein, die nichts mit Bier zu tun haben.“ Der Craft-Beer-Shop wird in der Kneipe weiterbetrieben, gleichzeitig erhält man das Event-Angebot mit Tastings und Braukursen aufrecht und erweitert es um ein Beerkeeper-Seminar: „Die Grund-Ausbildung zum Beerkeeper dauert im Gegensatz zur umfangreichen Bier-Sommelier-Ausbildung nur zwei Tage und ist deutlich günstiger“, gibt der Kraftpaule-Chef zu verstehen. Somit ist sie für jedermann mit einem Faible für Selbstgebrautes geeignet. Klingt fast nach Ende gut, alles gut. Cheers to that.               

Petra Xayaphoum

Neckarstr. 132
70190 Stuttgart
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